UNSERE ARBEIT
Hand in Hand – Gemeinsam für eine starke Entwicklung
Elternarbeit
Als Eltern übernehmen wir wichtige Aufgaben wie Frühstückseinkäufe, die Organisation des Mittagessens und das Wäschewaschen – jeweils im Wechsel nach einem abgestimmten Plan.
Darüber hinaus leiten wir die Krippe gemeinsam. Jede Familie trägt Verantwortung, sei es in einem der drei Vorstandsämter (Vorsitz, Finanzen, Personal) oder durch andere Aufgaben wie Elterngespräche, Hausmeistertätigkeiten oder Drogerieeinkäufe.
Diese zusätzliche Mitarbeit erfordert Engagement, doch sie schafft ein vertrauensvolles Miteinander mit unseren Erzieher*innen sowie eine liebevoll gestaltete Umgebung für unsere Kinder.
Alle Details zur Elternarbeit und zum Krippenbetrieb sind in den Rahmenbedingungen festgehalten, während unsere Vereinssatzung den rechtlichen Rahmen beschreibt.
Vorstandsämter
Die drei Vorstandsämter teilen sich auf zwischem dem ersten Vorstand, Finanzvorstand und Personalvorstand. Diese Ämter sind die tragenden Säulen des Vereins die mit einem sehr hohen Arbeitsaufwand einhergehen.
Weitere Ämter
Des Weiteren übernimmt jedes Elternteil eine andere Aufgabe um den Betrieb der Krippe zu gewährleisten. Dazu gehören z.B. Hausmeisteramt, Mitgliederamt, uvm. Eine vollständige Ämterliste findet ihr hier.
Einkauf/ Koch & Wäschedienste
Im routierenden Verfahren übernehmen alle Eltern regelmäßige Frühstückseinkäufe, Kochdienste sowie Wäschedienste der benutzen Handtücher, Waschlappen und Bettgarnituren.
Pädagogik
Wir arbeiten in Anlehnung an die Grundsätze Emmi Piklers. „Lass mir die Zeit es selbst zu tun“, ist ein wesentlicher Leitsatz Emmi Piklers. Er bildet für uns die Grundlage der autonomen Bewegungsentwicklung, des freien Spiels und der beziehungsvollen Pflege.
Pädagogik
Wir arbeiten in Anlehnung an die Grundsätze Emmi Piklers. „Lass mir die Zeit es selbst zu tun“, ist ein wesentlicher Leitsatz Emmi Piklers. Er bildet für uns die Grundlage der autonomen Bewegungsentwicklung, des freien Spiels und der beziehungsvollen Pflege.
Autonome Bewegungs-entwicklung
Wir gehen davon aus, dass die Kinder sich in ihrer natürlichen Art und Weise in ihrer Bewegung selbst entwickeln. Daher ist es nicht notwendig sie beispielsweise auf einem Spielplatz auf die Schaukel zu setzen. Wir bringen die Kinder keinesfalls in eine Position, aus der sie nicht selbst herausfinden. Nicht das Erreichen von bestimmten Zielen, sondern das Motto „der Weg ist das Ziel“ ist uns wichtig. Das Kind entwickelt Vertrauen in seine eigene Bewegung und erlebt sich als selbstwirksam.
Freies Spiel und vorbereitete Umgebung
Für Kinder gibt es keine Trennung zwischen Spielen, Lernen und Arbeiten – sie entdecken die Welt durch ihr Spiel. Freispiel bedeutet für sie maximale Freiheit, sich eigenständig mit ihrer Umgebung auseinanderzusetzen.
Wir schaffen dafür ein sicheres, überschaubares Umfeld, in dem Kinder selbstständig agieren können. Entscheidend ist, dass sie freiwillig spielen, denn nur so fördert das Spiel ihre Entwicklung positiv. Angeleitete Angebote gibt es bei uns nicht, um Kreativität und eigenständiges Denken nicht einzuschränken.
Unser Spielmaterial ist altersgerecht und auf den Entwicklungsstand der Kinder abgestimmt.
Unser Team beobachtet das Spiel aufmerksam, begleitet es und greift nur bei Bedarf unterstützend ein – etwa bei Konflikten, um Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.
Beziehungsvolle Pflege
Während der Pflege, besonders beim Wickeln, erhält das Kind im Krippenalltag eine Eins-zu-Eins-Betreuung. Beziehungsvoller Pflege umfasst jedoch mehr – etwa Nase putzen, Hände waschen, Schuhe binden oder die Begleitung beim Essen und Schlafen.
Wir bereiten das Kind auf Pflegesituationen vor und schaffen eine passende Umgebung. Während des Wickelns schenken wir ihm volle Aufmerksamkeit, begleiten unsere Handlungen mit Blickkontakt, ruhiger Stimme und altersgerechter Sprache. Wir achten auf seine Impulse, ermöglichen aktive Beteiligung und begegnen ihm respektvoll.
Diese einfühlsame Interaktion stärkt die Bindung zwischen Kind und Fachkraft.
Abschied
von der Windel
Der Erwerb der Blasen- und Darmkontrolle stellt Kleinkinder und Eltern oft vor große Herausforderungen. Bei vielen Eltern, aber auch Kindertageseinrichtungen bestehen häufig feste Vorstellungen, bis wann Ihr Kind „sauber“ sein soll. Sie haben eine bestimmte Zeitvorgabe für den Übergang von der Windel zur Toilette im Kopf.
Es ist jedoch erwiesen, dass ein intensives Sauberkeitstraining keinen Einfluss auf die Blasen- und Darmkontrolle hat, sondern zu unnötigen Konflikten zwischen Kindern und Erwachsenen führen kann. Die Kinder erwerben in ihrem eigenen Rhythmus Kontrolle über ihren Schließmuskel. Daher ist es unser Anliegen, die Eigeninitiative des Kindes wahrzunehmen und zu begleiten.
Regeln und Umgang mit Konflikten
Eine grundlegende Aufgabe von Kindertageseinrichtungen ist es, die Kinder an das gesellschaftliche Leben heranzuführen. Dazu gehört, dass sie die Regeln des Zusammenlebens in einer Gruppe erlernen. Dabei können Konflikte entstehen, die wir individuell begleiten, allerdings nicht leiten. Wir greifen dabei nicht sofort ein, sondern beobachten diese. Finden Kinder in manchen Situationen keine eigenen Lösungswege, so bieten wir ihnen Auswege und Alternativen an. Dadurch motivieren wir sie, ihre Konflikte zunehmend selbstständig zu lösen.
Gebärden-unterstützte Kommunikation (GuK)
Wir nutzen GuK, um einen niederschwelligen spielerischen Spracherwerb mit Gebärden zu fördern. Für die Sprach-entwicklung sind Lautsprache-unterstützende Gebärden sehr gut geeignet, da sie Kindern Spaß machen, ihrem Bewegungs-drang entgegen kommen und weil sie zwanglos in den Alltag integriert werden können. Lange bevor das Kind spricht, versteht es schon viel und kommuniziert von Geburt an nonverbal – mit Lauten, Gesten und Mimik. Hier setzt das Lautsprachunterstützende Gebärden an.
Eingewöhnung ausgerichtet am Kind
Die Eingewöhnung ist der erste große Übergang vom familiären Umfeld in die Krippe – eine Herausforderung für Kind, Eltern, Fachkräfte und die bestehende Kindergruppe. Unser Ziel ist es, diesen Prozess positiv zu gestalten.
Eine Bezugsfachkraft begleitet das Kind, informiert die Eltern und schafft eine vertrauensvolle Basis für die Zusammenarbeit. Dabei wird der Übergang individuell an jedes Kind angepasst, statt einem starren Modell zu folgen.
Wichtig ist uns ein sanfter Start. Eltern sollten dafür mindestens vier bis sechs Wochen einplanen.
Erziehungspartner-schaft, Beobachtung und Dokumentation
Transparenz gegenüber den Eltern ist wichtig. Dadurch können die Eltern einen Einblick in den Alltag ihrer Kinder bekommen. Dazu gehören diverse Gespräche: an erster Stelle Aufnahmegespräche, die über einen Anamnesebogen vorbereitet werden. Zum Ende der Eingewöhnung des Kindes erfolgt ein abschließendes Gespräch.
Durch regelmäßige Entwicklungsgespräche, Tür- und Angelgespräche sowie Gespräche nach individuellem Bedarf stehen Eltern und Fachkräfte stets im Austausch über Erziehungsfragen.
Um Transparenz zu schaffen, führen wir ein Gruppentagebuch mit kurzem Überblick über das Tagesgeschehen. Darüber hinaus führen wir für jedes einzelne Kind ein persönliches Buch überseinen Alltag in der Krippe. In diesem dokumentieren wir in regelmäßigen Abständen unsere Beobachtungen mit Fotos.
Weiterentwicklung des pädagogischen Konzeptes und Qualitätssicherung
Das pädagogische Konzept entwickeln wir an pädagogischen Tagen fort. Darüber hinaus nehmen wir an Fortbildungen des Pikler-Instituts teil, um unsere Arbeit im geeigneten Rahmen zu reflektieren und neue Impulse aufzunehmen. Ergänzend wird das Team regelmäßig im Rahmen einer Supervision fachlich begleitet.
Mehr Informationen findet ihr in unserem Pädagogischen Konzept.